Puggala: eine zusammengesetzte Person
Übersetzung von „Puggala: a composite individual“ von Bhikkhu Sujato, 2025
Der Buddhismus hatte immer eine gewisse Besorgnis um den Begriff des „Menschen“. Das ist wenig verwunderlich, da die grundlegende Lehre des Buddha besagte, dass es kein Selbst gibt. Das hielt frühe Buddhisten nicht davon ab, ein ganzes Buch mit dem Titel „Beschreibung von Menschen“ (Puggalapaññatti) zu schreiben, das zum Abhidhamma gehört und sich ansonsten damit brüstet, überhaupt nicht in Begriffen von Menschen zu sprechen. Inzwischen bildete sich eine ganze Schule, die der These gewidmet war, der Buddha habe zwar nicht das „Selbst“ gelehrt, aber den „Menschen“. Andere Schulen lehnten das ab und argumentierten, vom „Menschen“ zu sprechen, sei lediglich ein Sprachgebrauch für etwas, das keine letztendliche Wirklichkeit besitzt. In moderner Zeit gehen manche Lehrer so weit, zu behaupten, der Buddha habe nicht wirklich gelehrt, dass es kein Selbst gebe, sondern lediglich, dass das Denken in Begriffen des Fehlens eines Selbst eine nützliche Strategie sei.
In all dem ging die Tatsache unter, dass der Buddha einen besonderen Fachausdruck erfand, um über den „Menschen“ zu sprechen. Dieses Wort ist puggala auf Pali und pudgala auf Sanskrit. Die Implikationen zu entwirren, die sich daraus für das Verständnis der Vorstellung von einem Menschen ergeben, wird etwas Zeit erfordern. Aber es gibt keinen Zweifel, dass es diesen Fachausdruck gibt, vor aller Augen verborgen.
Während es offensichtlich ist, dass das Wort puggala im Pali auf bestimmte Weise gebraucht wird, glaube ich nicht, dass wir uns wirklich im Klaren waren, wie speziell dieser Begriff ist. Oder vielleicht sollte ich sagen, ich war mir nicht im Klaren. Vielleicht war es für andere offensichtlich, aber mir ist noch keine Diskussion dazu begegnet. Ich denke, wir sind durch Vertrautheit abgestumpft, da puggala ein häufiges und übliches Wort im Pali ist.
Tatsächlich finden wir puggala über 3.000 mal in den Suttas und über 7.300 mal im Palikanon als Ganzem. Das Standardwort für „Mensch“, purisa, wird in den Suttas über 4.500 mal gebraucht und über 7.000 mal im Kanon als Ganzem. Es verdient Beachtung, dass purisa zwar in den Suttas und im Vinaya häufiger gebraucht wird als puggala, dass das aber im Abhidhamma umgekehrt ist; dort finden wir puggala 3.600 mal und purisa etwa 1.400 mal.
Dieses Muster hebt den unterschiedlichen Gebrauch der Begriffe hervor. Purisa ist im Buddhismus kein Fachausdruck, obwohl es ein paarmal fachspezifisch verwendet wird wie etwa bei sappurisa, dem „wahren Menschen“, oder bei mahāpurisa, dem „großen Menschen“. Normalerweise wird es aber einfach in Gleichnissen, Gesprächen und so weiter als ein Wort der Alltagssprache benutzt. Wenn der Buddha einfach über einen Menschen sprach, gebrauchte er purisa, gerade wie es jeder andere auch getan hätte.
Aber wenn er Merkmale bestimmter Personen näher beschreiben wollte, gebrauchte er puggala. All diese Lehrreden, die über die „vier Arten von Menschen“ oder „vier Personen“ sprechen: Das ist puggala. In den meisten [englischen; A.d.Ü.] Übersetzungen würde man das aber nicht erkennen, weil wir sowohl purisa als auch puggala mit „Mensch“ (engl. „person“) übersetzen. Auch hier gibt es wahrscheinlich Ausnahmen, aber bei Bodhi, Thanissaro und wahrscheinlich den meisten anderen trifft es zu. Mich eingeschlossen, bis jetzt. [Im Deutschen: Nyanatiloka und Nyanaponika haben „Mensch“, Geiger sowie Kusalagnana / Maithrimurthi / Trätow haben „Persönlichkeit“, Mettiko und Hecker haben „Person“; A.d.Ü.]
Die genannten Zahlen würden einen Paliwissenschaftler nicht überraschen, da wir es gewohnt sind, puggala häufig zu sehen. Was aber die meisten von uns übersehen, ist, dass wir hier eine äußerst ungewöhnliche Situation vor uns haben. Im frühen Sanskrit ist puruṣa das gewöhnliche Wort für „Mensch“, und es begegnet uns häufig. Wir können sein Vorkommen nicht zählen wie im Pali, weil es kein klar definiertes Korpus gibt, aber in der Sammlung von in etwa frühem Sanskrit, die ich benutze, sind es gut über tausend Mal. Pudgala, auf der anderen Seite, findet man überhaupt nicht. Oder vielmehr findet man es einmal, aber in einer interessanten Bedeutung. Selbst in späterem nicht-buddhistischem Sanskrit erscheint es in verschwindend geringer Häufigkeit und sehr wahrscheinlich unter buddhistischem Einfluss.
Das erwähnte ausnahmsweise frühe Vorkommen ist im Arthaśāstra von Kauṭilya. Das wird traditionell einem Minister unter Chandragupta zugeschrieben, also etwa ein Jahrhundert nach dem Buddha, obwohl moderne Wissenschaftler denken, es könnte ein gutes Stück später sein. Wie dem auch sei, es handelt sich um eine ausführliche Beschreibung früher indischer Staatskunst, die oft weltliche Umstände aufklärt, die in den Suttas angesprochen werden. Sie benutzt pudgala nicht, um einen Menschen zu bezeichnen, sondern als eine Beschreibung für Gold. Die Bedeutung ist vielleicht „Masse“ oder, wie in Olivelles moderner Übersetzung, „Stück“ (2.14.7, 2.14.43).
Das scheint vom buddhistischen Gebrauch weit entfernt, ist aber näher am Gebrauch in der Jaina-Literatur. Wie die Buddhisten und anders als die Vedengelehrten hatten die Jainas pudgala als einen Fachausdruck, den sie entweder in der Sanskritform pudgala oder in der Ardhamagadhi-Form poggala benutzten. Doch bei ihnen hat er die primäre technische Bedeutung „Materie“ oder vielleicht auch „Masse“, mit „Seele“ und „Fleisch“ als Nebenbedeutungen.
In Kürze: Die Jainas postulieren verschiedene Arten „substanzieller Wirklichkeit“ oder „bestehenden Konglomerats“ (Sanskrit astikāya, Pali sakkāya). Eine davon ist „Masse“ oder „Materie“ (pudgala), oder vielleicht genauer „partikelförmige Materie“ (Tattvārthasūtra 5.5, Isibhāsiyam 1.31, Uttarādhyayanasūtra 28.12). Davon gibt es zwei Arten: das „Atom“ (anu) und das „Molekül“ (skandha, Pali khandha).
Lesern mit Adleraugen wird auffallen, dass sich diese mit den buddhistischen Begriffen sakkāya, puggala und khandha überschneiden. Wie ich bereits früher gezeigt habe, hat sakkāya die Wurzelbedeutung „Masse“, „vorhandene Substanz“. Kāya kommt letztlich von der Wurzel ci, „anhäufen“ oder „aufschichten“. Semantisch kommt die Bedeutung dem Wort khandha nahe („Aggregat“, „Konglomerat“, „Molekül“), und tatsächlich können kāya und khandha unter gewissen Umständen austauschbar sein.
Nicht so offensichtlich ist hingegen, dass nicht nur puggala, sondern auch die anderen dieser drei Begriffe in der vedischen Religion nicht als Fachbegriffe verwendet werden. Sie sind dem Buddhismus und dem Jainismus gemeinsam, werden aber auf jeweils recht unterschiedliche Art benutzt.
Somit haben wir zwei Hinweise, dass puggala die Bedeutung „zusammengesetzt“, „Masse“ hat. Vielleicht legt der Gebrauch im Kontext von Gold die Bedeutung „zusammengesetzter Gegenstand“ nahe. Dies wird von einem der äußerst seltenen Vorkommen in brahmanischen Texten gestützt, Viṣṇu-Purāṇa 5.30.13, wo wir die Vorstellung finden, dass Wesen pudgalāśrayāḥ („in einer zusammengesetzten Masse enthalten“) sind – im Zusammenhang mit einer Kritik an denen, die das Fehlen eines Selbst behaupten, das heißt, Buddhisten. Tedesco (siehe unten) stellt in der ausgedehnten Sanskritliteratur nur sechs Vorkommen fest, die alle spät sind und von denen manche es mit puṅgala oder pudgala in der Bedeutung „schön“ zu verwechseln scheinen; Letzteres ist ein Homonym, und zwar ein zweifelhaftes. Er erkennt nur zwei echte Fälle an, die, wie er sagt, wahrscheinlich von den Buddhisten oder Jainas entlehnt wurden.
Nun ist das Pali reich an Wörtern für „Mensch“:
purisa: Mensch, Mann (Alltagsgebrauch)
nara: Mensch, Mann (leicht gehoben)
macca: Sterblicher (nur in doktrinalem Zusammenhang, wo es, nun, die Sterblichkeit betont)
mātiya: ebenso
manussa: Mensch, wörtlich „Abkömmling von Manu“, dem ersten Menschen, vgl. Englisch „son of Adam“ („Sohn Adams“)
mānava: normalerweise „Vedenstudent“, aber selten auch wie manussa
manuja: eine andere Variante
mānusa: eine andere Variante; es gibt noch mehr, doch ich will sie Ihnen ersparen
jana: Mensch, Bevölkerung, Volk (wörtlich: ein Geborener)
jantu: poetisch für Mensch, gelegentlich Kind (wörtlich: Nachkomme, Verwandter)
posa: poetische Version von purisa
porisa: ebenso
puma: Mann
pajā: Generation, Bevölkerung
Warum erfand der Buddha also einen neuen Ausdruck? Das Muster ist sicherlich klar: Der Buddha übernahm einen Ausdruck, der „individuelles Konglomerat“ bedeutet, und verwendete ihn im Sinn einer Person oder eines Menschen, um ausdrücklich seine Lehre zu betonen, dass das, was wir einen Menschen nennen, tatsächlich aus in wechselseitiger Beziehung stehenden Systemen von vielen verschiedenen Erscheinungen besteht. Aus diesem Grund ist es im Buddhismus ausschließlich ein Fachausdruck für „Mensch“ und wird außerhalb des Buddhismus fast nie in dieser Art gebraucht. Es erklärt auch, warum der Buddha selbst es auf äußerst spezifische Weise benutzte. Immer, wenn er allgemein über einen Menschen sprach, benutzte er einfach purisa wie jeder andere auch, es sei denn, er wurde in einer Dichtung kunstvoll; wer kann in einem solchen Fall einem Menschen vorwerfen, sein sprachliches Geschick zu zeigen? Puggala setzte er nur ein, wenn er fachliche Kategorien definierte. Man wird sehr seltene Ausnahmen zu diesem Muster finden, wo puggala in einer Strophe oder ähnlichem verwendet wird. Aber es ist ein dürftiges Wort, das nicht außerhalb seines ursprünglichen Kontextes gebraucht werden kann.
Diese Entdeckung steht nun im Zusammenhang mit dem ungeklärten Problem der Etymologie. Die meisten Quellen werden angeben, die Etymologie sei unbekannt.
Ein bedeutender Versuch dazu wurde von Paul Tedesco unternommen, „Sanskrit pudgala—‚body, soul‘“, Journal of the American Oriental Society 67, 1947, 172–7. Darauf wird in dem Wiktionary-Artikel indirekt über Manfred Mayrhofers Etymologisches Wörterbuch des Altindoarischen verwiesen, aber er weist nur zurück zu Tedesco.
Tedescos Artikel ist auf JSTOR kostenlos zugänglich: https://www.jstor.org/stable/596084?seq=1
Er argumentiert, dass wir puggala von pṛthak in der grundlegenden Bedeutung „getrennt, einzeln“ ableiten. Die Grundform wäre so etwas wie puthukala mit der Nachsilbe -ala. Tedesco betrachtet die Etymologie in vielen Einzelheiten, und ich werde das hier nicht wiederholen. Ich will nur sagen, dass die Bemerkung in Wiktionary, die stimmhafte Konsonantenverdoppelung habe keine Erklärung, nicht richtig ist: Tedesco schlägt in §10 den „für das Mittelindische wohl etablierten“ Vorgang entweder einer intervokalischen Sonorisierung oder einer einfachen Sonorisierung von Geminaten vor, vielleicht durch Retroflexe des Ardhamagadhi beeinflusst. Mir erscheint dies unnötig, da pṛthak in Zusammensetzungen ohnehin oft pṛthag geschrieben wird; aber was weiß ich schon?
Das Paliwort puthu verbindet nun die Bedeutungen der Sanskritwörter pṛthu („ausgedehnt, vielfältig“) und pṛthak („getrennt, einzeln“). Wir haben das bereits in einem anderen buddhistischen Fachausdruck: dem puthujjana oder „gewöhnlichen Menschen“.
Puthutta wird an anderer Stelle für ein „sich ausbreitendes“ Gift gebraucht und nur in SN 12.48:5.1 in einer philosophischen Bedeutung; es wird hier als die „dritte Kosmologie“ bezeichnet. Wie ich in meinen Anmerkungen zu diesem Sutta aufzeige, ist die Serie an Kosmologien, die mit der „ältesten“ („alles ist“) beginnt, vollkommen wörtlich zu verstehen und bezieht sich auf das vedische Nāsadīya-Sūkta. In diesem philosophischen Sinn bedeutet es „alles dehnt sich aus“, ein Verweis auf Diskussionen über die Ausdehnung des Weltalls als unendlich oder begrenzt.
Durch den gesamten Rigveda ist pṛthu die weite Ausdehnung der Erde oder der Wasser, von Indra ausgebreitet (z. B. RV 10.113.4) und von Agni mit Feuer überzogen (RV 10.156.3). Es hat sexuelle Konnotationen: ein weiter Schoß (RV 10.99.2) oder ein fetter Hintern (RV 10.86.8; Śatapatha-Brāhmaṇa 1.2.5.16, 3.5.1.11). Während also „Einzigkeit“ auf die Göttlichkeit hindeutet, die allem zugrunde liegt, deutet „Ausdehnung“ auf die weite Welt hin, auf der die Menschen leben. Daher soll der Opferkuchen weiträumig verteilt werden, aber nicht zu weiträumig, denn das würde ihn menschlich und damit sterblich machen (ŚB 1.2.2.9). Wir kommen zurück zum Nāsadīya-Sūkta, wo wir statt pṛthu das Wort tiraścīna finden („ausgestreckt über“; die beiden Begriffe sind in ŚB 6.3.3.19 synonym), womit der suchende Geist der Dichterweisen beschrieben wird: „Quer hindurch ward ihre Richtschnur gespannt. Gab es denn ein Unten, gab es denn ein Oben? Es waren Besamer, es waren Ausdehnungskräfte da. Unterhalb war der Trieb, oberhalb die Gewährung.“ (RV 10.129.5, Übersetzung Geldner 1951-1957). „Ausdehnungskräfte“ bezieht sich auf Schwangerschaft und verstärkt die Vorstellung des Umfangs der Schöpfung.
Vergleiche puthutta („Ausdehnung“) hier mit nānatta („Vielfalt“) in SN 14.1:2.1 oder vemattatā („Verschiedenheit“) in SN 48.13:1.6. In MN 1:24.1 lehrte der Buddha „Vielfalt“ als den entgegengesetzten Denkfehler zu „Einzigkeit“. Während die Vedengelehrten die Welt schließlich im Wesentlichen als eine Einheit ansahen, von der die mannigfaltigen Daseinsformen eine bloße Manifestation oder Illusion darstellen, behaupteten die Jainas, die Welt bestehe aus einer nicht reduzierbaren vielfältigen und differenzierten Masse eigenständiger Entitäten, eine Ansicht, die in Māṇḍūkya-Upaniṣad 3.13 kritisiert wird (nānātvaṁ nindyate). Diese Denkfehler nehmen beide einen bestimmten Wahrnehmungsmodus, der in mancher Hinsicht wahr ist, und machen ihn zu etwas Absolutem. Der Buddha behandelt Vielfalt als eine Art, die Erfahrung aufzugliedern, nicht als ein metaphysisches Postulat.
Somit ist es kein reiner Zufall, dass die Ausdrücke sakkāya, puggala und khandha mit den Jainas und nicht mit den Vedengelehrten gemeinsam sind. Sowohl der Buddhismus als auch der Jainismus betonten die Vielfalt und Komplexität des Daseins, wie es erfahren wird. Der Unterschied besteht darin, dass die Jainas all diese realen Entitäten als ewig und unzerstörbar betrachteten; nur der Komplex höherer Ordnung änderte sich, aber nicht die zugrunde liegenden elementaren Wirklichkeiten. Vergleiche die Doktrin von Pakudha Kaccāyana in DN 2:26.2:
‚Großer König, es gibt diese sieben Substanzen, die nicht gemacht sind, nicht abgeleitet, nicht geschaffen, ohne Schöpfer, unfruchtbar, beständig wie ein Berggipfel, feststehend wie eine Säule. Sie bewegen sich nicht, verfallen nicht und behindern einander nicht. Sie sind unfähig, einander Glück, Schmerz oder sowohl Glück als auch Schmerz zuzufügen. … Wenn man jemandem mit einem scharfen Schwert den Kopf abschlägt, nimmt man niemandem das Leben. Das Schwert gleitet einfach durch die Lücken zwischen den sieben Substanzen.‘
Somit war die ursprüngliche Bedeutung von puggala wahrscheinlich „eine Person, die aus einer ausgedehnten Masse von eigenständigen Elementen besteht“, eine „zusammengesetzte Person“. Die nächstmögliche englische [und auch deutsche; A.d.Ü.] Parallele ist vielleicht das Wort, das wir für ein Geschöpf nehmen, das aus verschiedenen Organen besteht: ein „Organismus“.
Buddhistische Philosophen haben natürlich immer auf diese Art über den „Menschen“ gesprochen. Wir sind es sehr gewohnt, zu sagen, dass das, was wir als eine nicht reduzierbare Einheit, einen „Menschen“ oder ein „Selbst“ betrachten, in Wirklichkeit eine Reihe von „Aggregaten“ ist, die alle bedingt sind und sich verändern. Ich denke, mit der Zeit trat das ausdrücklich technische Verständnis von puggala zurück, und wir dachten darüber einfach als ein Wort für einen Menschen; doch seine Rolle als spezifisch buddhistische Art, über Menschen zu sprechen, blieb zentral.
Es ist wahrscheinlich, dass der Buddha selbst diesen Gebrauch erfand, dass er puggala benutzte, weil es vedische Terminologie vermied und gleichzeitig eine Verbindung zu der khandha-Doktrin nahelegte, dass die „Person“ eine „Masse“ an Einzelteilen beinhaltet.
Das legt nahe, dass ein Übersetzer die übliche Praxis vermeiden sollte, puggala in purisa als „Mensch“ aufgehen zu lassen. „Person“ passt gut für puggala. Es schafft etwas Distanz und ist technisch; ich denke, das nicht vertraute puggala hatte eine ähnliche, etwas merkwürdig erscheinende Wirkung auf die ursprüngliche Zuhörerschaft, die dem Pali zuhörte, und deshalb benutzte der Buddha es. Er wollte, dass wir über uns selbst auf eine neue Art denken, und erfand ein neues Wort, um genauer zu beschreiben, wer wir sind.


